Selbst wenig gesprächige Österreicher kennen eine Frikadelle auch als …?

Selbst wenig gesprächige Österreicher kennen eine Frikadelle auch als …?

Antwort: Es handelt sich nicht um ein Dialektwörterbuch, sondern um eine Momentaufnahme des österreichischen Deutsch. Und das unterscheidet sich vom „deutschen Deutsch“ beträchtlich. Nicht nur durch den in die gerade erschienene neue Auflage aufgenommenen Heckenklescher (minderwertiger Wein) oder den Bitzler (zorniger Mensch).

Wenn man im Wirtshaus picken geblieben ist (hängen geblieben), obwohl der Kellner einen nicht einmal ignoriert (unbeachtet gelassen) hat, wird das Verständnis für deutsche Nordlichter schon schwieriger.

Und dann erst im Gasthaus, wenn das Service (die Bedienung) das Cola nicht bringt. Die Speisekarte bietet Russen (marinierte Heringe), Frankfurter (Wiener Würstchen), Eintropfsuppe (Brühe mit Einlage), Fleischlaberl mit Erdäpfelpüree (Frikadellen mit Kartoffelbrei).

Beliebt sind auch der Lungenbraten mit Heurigen und Kohlsprossen (Filet mit Frühkartoffeln und Rosenkohl), das Selchkarree mit Fisolen (Schweinerücken mit grünen Bohnen) oder das Salonbeuschel (Kalbslunge und Kalbsherz). Zur Verdauung gibt es dann noch einen Beuschelreißer (starker Schnaps).

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